Alois Nußbaumer – Part 1!

Tag 1, Ein Hoch auf die Bahn!

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11. Oktober 2016, 23:00 Uhr – Es ist Zeit für mein nächstes Abenteuer auf dem Rad. Nach einer Skandinavien und einer Australien Rundfahrt bin ich dieses Mal in Großbritannien unterwegs. Mein Begleiter auf dieser Tour ist das Team des Wiesbadener Start-Ups „The Urban Xperience“. In den nächsten Tagen werde ich entlang der Küsten von England, Schottland und Irland viele Eindrücke sammeln und hoffentlich viele Menschen kennenlernen.

dsc00004 dsc00013Bevor mein Rad und ich allerdings Bekanntschaft mit dem britischen Asphalt machen durften, galt es die Anreise mit der Bahn zu meistern. Von Sonthofen über Ulm, Köln und Brüssel nach London – so zumindest der Plan. Um ca. 1.00 Uhr wurde mir die Weiterfahrt mit meinem eingepackten Rad aufgrund einer „zu vollen Bahn“ verweigert. Da stand ich nun, ohne Anschlusszug in Ulm, 8 Stunden 30 Minuten Zugfahrt entfernt vor den Toren Londons – einzige Möglichkeit: Übernachtung in Ulm und am kommenden Morgen so früh wie möglich weiter.

3 Stunden später ging es mit einem neuen Timetable ausgestattet weiter. Die Alternativroute führte mich nach Paris und schließlich nach London. Negativer Höhepunkt waren die Zusatzgepäckkosten von 115€, die damit höher ausfielen, als mein ursprüngliches Reiseticket von Memmingen nach London.

Die Ankunft in London um 15:00 Uhr entschädigte allerdings für den langen Trip und die damit verbundenen Strapazen. Auf dem Weg zu den Sehenswürdigkeiten Big Ben und Tower Bridge nahm ich im wahrsten Sinne des Wortes „Kontakt“ mit den berühmten roten Bussen auf. dsc00045
Ein mehrfaches streifen meiner Satteltasche warnte mich vor dem sportlichen Fahrstil der britischen Busfahrer und ich blieb unversehrt – für´s erste.

Als ich die Stadt auf der A10 verließ, touchierte erneut ein Bus meinRad, dass ich mich hier nicht verletzte verdanke ich meinem Schutzengel, der mehrfach zur Seite stand an diesem Tag. Mit den Worten „Was soll das denn?“, dsc00080ließ ich meinem Unmut freien Lauf und lernte auf diese Art Fabian aus Deutschland kennen. Er fuhr mit dem Rad hinter mir und reagierte auf meinen deutschen Ausruf. Wir fuhren ein kleines Stück gemeinsam und tauschten uns aus. Fabian gab mir wertvolle Tipps wie ich am schnellsten eine geeignete Übernachtungsmöglichkeit finden konnte. Am River Lea trennten sich unsere Wege. Eine kurvige Straße zum Abschluss des Tages empfand ich als eine Art Belohnung für eine anstrengende Anreise und einen aufregenden ersten Tag im Vereinten Königreich. Nach dem Abendessen im Supermarkt fand ich rasch den angepeilten Schlafplatz und konnte endlich ein wenig entspannen.

Bis Morgen,

Euer Alois