Alois Nußbaumer – Part 3!

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Tag 3: Nach dem unterhaltsamen Abend gestern und einer sehr erholsamen Nacht, schaute ich mir heute die Stadt Boston etwas genauer an. Eine wirklich schöne Stadt muss ich gestehen. Nachdem ich nochmal vor der „Botolphs Church“ posierte ging meine Reise weiter in Richtung Norden nach Yorkshire. Während der heutigen Etappe wollte ich weiter in Richtung Norden fahren. Ein tatsächliches Tagesziel setze ich mir in der Regel nicht, da für mich der spürbare Mehrwert die Entscheidungsfreiheit darstellt. Einzig die Lust entscheidet wie weit ich fahre und an welchen Orten ich mein Zelt aufschlage.

Das heutige Teilstück brachte ein paar Probleme mit sich. Erfahrungsgemäß braucht mein Körper ein paar Tage, um sich auf die Belastung einzustellen. Spätestens nach dem ersten Pass und den ersten Höhenmetern legt sich dieses Gefühl in der Regel und die Muskeln passen sich an. Heute Morgen war es die Schulter, die etwas zwickte, aber auch das wird sich legen.dsc00266

Zahlreiche kleine Straßen und Gassen, diktierten den Beginn der Etappe, was mir sehr gut gefiel, da ich auf diese Weise einen Eindruck der Kultur dsc00300und der Lebensweise des jeweiligen Landes bekomme. Leider ist es unausweichlich hin und wieder auch auf großen und damit vielbefahrenen Straßen unterwegs zu sein, hier in Großbritannien ist die Natur links und rechts der Straße dennoch sehr ansehnlich – viel grün, zahlreiche Kornfelder und hin und wieder auch ein kurzer Blick auf das Meer in der Ferne.

 

Bei Barton-Upon-Humber überquerte ich die Humber Bridge und damit die Nordsee, die an dieser Stelle ein Teil des Festlandes trennt, oben auf der Bridge angekommen machte ich Bekanntschaft mit dem britischen Wind machte. Die Humber Bridge ist 2-3km lang und relativ hoch. Der Wind fegte derart stark über die Brücke hinweg, sodass mein Schutzblech am Vorderrad sogar auf dem Reifen schliff.
Kurz vor der Dämmerung erreichte ich schließlich die kleine Stadt Scarborough, eine sehr schöne Stadt mit viel Charme. Etwas außerhalb fand ich schließlich einen Schlafplatz kurz vor Einbruch der Dunkelheit. In der Ferne lauschte ich dem Meeresrauschen und freute mich auf meine nächste Etappe.

Bis Morgen,

Euer Alois
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