Alois Nußbaumer – Part 5, 6 & 7!

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Tag 5: Heute sollte es nach Edinburgh gehen. Nach den Strapazen am gestrigen Tag mit den zahlreichen Steigungen und den steilen Abfahrten, wollte ich heute im Laufe des Tages unbedingt in der schottischen Hauptstadt ankommen. Als eine der schönsten Städte Großbritanniens in mehreren Reiseführer vermerkt, ist Edinburgh aufgrund der besonderendsc00525 Architektur und der jahrhundertlangen Tradition in jedem Fall eine Reise wert.

Ich startete mit dieser Motivation von Newcastle aus, wobei ich meine Beine sehr deutlich spürte. Speziell der letzte Pass wieder auf 400 Meter über dem Meeresspiegel. Allerdings entschädigt die top Aussicht für jede Anstrengung. Auch hier hatte ich wieder großes Glück mit dem Wetter und konnte bis Edinburgh (30km entfernt) schauen. Somit waren die letzten 40 km nur noch bergab.

Ich passierte die Landesgrenze von Schottland und war gut in der Zeit, um mir noch vor Einbruch der Dunkelheit ein Bild von Edinburgh machen zu können. Jede Menge Menschen auf den Straßen und den schmalen Gassen, Einheimische und Touristen tanzten auf den Straßen und feierten gemeinsam. Welchen Anlass es gab, brachte ich nicht in Erfahrung, aber es war so ziemlich alles am Start, was in meiner Vorstellung Platz hatte, um einen typisch schottischen Eindruck entstehen zu lassen. Schottenröcke, Dudelsäcke, bis hin zu inszenierten Kanonenschlägen und einem großen Feuerwerk war alles dabei. Wo ich hinsah nur glückliche Gesichter – meines inklusive ;-)!dsc00656

Um einen ruhigen Schlafplatz zu finden war es demnach nötig etwas außerhalb zu suchen. Nach den ersten Tagen entwickelt sich eine Art Routine, was die Suche nach Schlafplätzen angeht. Je nach Land und Kontinent, gibt es Unterschiede, welche Plätze geduldet sind und wo es für mich auch angenehm und sicher ist zu übernachten.

Bis Morgen,

Euer Alois

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Tag 6: Weil mich immer wieder Freunde fragen, wie ich mein Zelt am Fahrrad transportiere, dachte ich mir eine Bilderserie aufzunehmen, um in sechs Schritten zeigen zu können, wie schnell mein Zelt verpackt und am Fahrrad montiert ist ;-). Die Bilderserie seht ihr hier:

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Nach 131km fand ich einen sehr schönen sonnigen Platz und entschied mich den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Zuvor bin ich über zwei große Brücken geradelt. Es ist schon beeindruckend welch großen Brücken die Schotten hier hingebaut haben. Zum Teil bis zu 3 Kilometer lang.

Am morgigen Tag soll es über Aberdeen an den nördlichsten Punkt meiner Reise gehen. Demnach steht jetzt Regeneration und Ausschlafen auf dem Programm.

Hier noch ein paar Informationen rund um die Ernährung: 

Neben ausreichend Schlaf spielt die Ernährung  die zentrale Rolle, um den ausdauernden Belastungen standzuhalten. Auf dem Rad selbst esse ich in der Regel nicht viel, außer manchmal eine Banane oder ein paar Gummibärchen, hierbei ist es wichtig den Körper mit ausreichend Zucker zu versorgen, damit ich nicht in ein „Energieloch“ komme.dsc00883

Die wichtigste Rolle spielt das tägliche Frühstück – hier stehen mit Brot, Wurst und Joghurt kohlehydratreiche Speisen auf dem Programm. Eine Tafel dunkle Schokolade dient hin und wieder als Ersatz für Nutella 😉 Hin und wieder kaufe ich im Supermarkt auch Salate, die ich in einer Kombination mit Quark und Kartoffeln gerne esse. Verschiedenes Gebäck ist ein leckeres Dessert.

Am Abend fallen die Mahlzeiten deutlich kleiner aus. Trotzdem sind es im Schnitt 200 Gramm Wurst und ungefähr ein halbes Brot, was für normale Umstände auch noch viel erscheint.

 

 

 

 


 

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Tag 7: Nachdem ich am Vortag Kraft sparen konnte ging es in der Früh los und ich merkte

schnell, dass mein Körper topfit war.

Nach der üblichen Gewöhnungsphase scheint mein Körper nun zum Abschluss der ersten Woche in einem sehr guten Zustand zu sein. Am heutigen Tag wollte ich noch weiter in den Norden, wo ich schließlich am nördlichsten Punkt meiner Rundreise ankommen sollte.

Dazu passte, dass ich scheinbar gemeinsam mit der Schönwetterfront zu fahren schien. Strahlend blauer Himmel und angenehme 25 Grad zeigte mein Thermometer.

Ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen ist bei diesen Bedingungen sehr wichtig. An Tagen wie heute nehme ich ca. 8 – 10 Liter zu mir. An kühleren Tagen sind es mindestens fünf. Wenn ich zu wenig trinke, kommt es schnell zu Kopfschmerzen und das  brauche ich auf dem Rad als letztes.

Um den tollen Sonnenuntergang im Norden genießen zu können, suchte ich nach einem Schlafplatz direkt am Strand. Es dauerte eine Weile, aber ich fand schließlich den perfekten Platz zwischen zwei Strandhäuschen. Nach rund 210 Kilometern und schlug ich das Zelt auf und genoss den Ausblick.

Bis Morgen,

Euer Alois

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