Jescher Heidl – Ein GNBF Sieger im Interview

Das UrbanX Team, dieses mal bestehend aus Simon und Philip, hat dem GNBF Sieger in der Klasse Mens Physique mal einen Besuch abgestattet. Anstatt wie bei jedem Interview einen Kaffee trinken zu gehen, hatte Simon die Idee, dass wir uns direkt dort treffen wo sich Sportler am wohlsten fühlen, nämlich direkt beim Sport!

Also Sportsachen eingepackt und los geht’s. Wir treffen uns zu dritt im Fitnessstudio in Wiesbaden, um von Jescher einen Einblick in seinen Trainingsalltag zu bekommen. Nach einem kurzen Einlaufen geht’s auch schon los.

Ab zum Warm-Up: Jescher zeigt uns verschiedenste Variationen von Klimmzügen und seinen All-time-Favortie, den Muscle Up. Bei dieser Variante macht man einen Klimmzug und drückt sich mit Schwung nach oben, um dort die Bewegung mit einem Dip zu beenden. Danach wieder ein kontrollierter Abgang, und das Ganze von vorne.

Nach dem kurzen Warm Up nutzen wir die Gelegenheit und stellen Jescher die ersten Fragen.

Simon: Hey Jescher, nachdem wir durch die Trainingseinheit jetzt schon gut aufgewärmt sind, direkt mal die erste Frage: Wieso Calisthenics? Was hat Dich motiviert genau damit anzufangen?

Jescher: Als Erstes eigentlich der finanzielle Faktor. Meinen Eltern war es wichtig, dass ich früh lerne mit Geld richtig umzugehen. Sie haben mir somit schon früh eigenes Taschengeld zugesteckt und mir selbst die Verantwortung für mein Geld überlassen. Da das Fitnessstudio damals dann noch zu teuer für mich war, habe ich Alternativen gesucht. Calisthenics erschien mir in diesem Fall mehr als passend, da man den Sport so gut wie überall machen kann und keine extra Geräte dafür braucht.

Simon: Du hast jetzt Philip und mich gesehen, wie wir uns beim Warm-Up angestellt haben. Wie lange müssten wir trainieren, um Deine Lieblingsübung, den Muscle-Up, zu beherrschen?

Jescher: Ich würde von einem regelmäßigen Training von viermal die Woche mit jeweils einer Stunde zügigem Training ausgehen. Dann solltet Ihr den Muscle Up in ca. drei Monaten erlernt haben.

Simon: Und ganz konkret, was würde der Trainer Jescher zu uns sagen?

Jescher: (lacht) Wenn Ich jedes mal mit Euch trainieren würde, dann würde ich Euch um die 1 1/2 Monate Zeit geben! Mit einem regelmäßigen Einblick könnte ich besser helfen.

13086981_1038406952874234_4666763689610479991_oSimon: Wo genau trainierst Du? Wo findet man Dich?

Jescher: Also zur kalten Jahreszeit natürlich hier im Fitnessstudio. Vorher war ich viel in der Riedberg Schule, was aber natürlich nicht erlaubt ist, da der Spielplatz nur bis 14 Jahre ist. Wir haben allerdings große Pläne für Wiesbaden, für genaueres halte ich Euch gerne auf dem Laufenden! Ansonsten trainieren wir immer Sonntags an der Robert Schuhmann Schule, da diese uns ihre Sporthalle zur Verfügung gestellt hat, wofür wir mehr als dankbar sind!

 

 

Simon: Na, da sind wir doch mal gespannt, wir werden auf jeden Fall nachhaken. Erkläre unseren Followern doch mal, was die Klasse Mens Physique bei der GNBF so ausmacht.

Jescher: Es gibt im Bodybuilding natürlich zahlreiche Klassen. Die Besonderheiten bei Mens Physique sind z.B., dass Badeshorts anstatt Bodybuilding-Shorts getragen werden und dass sehr viel auf Ausstrahlung geachtet wird. Dazu gehört das gepflegte Erscheinungsbild, die Frisur etc. Man muss eher wie ein Playboy auftreten, (lacht) also ein wenig mit der Jury flirten beim Posen. Ich sag mal bei der Klasse Mens Physics geben 60 % der Körper und 40 % die Ausstrahlung den Ausschlag, um den Titel zu holen.

Simon: Wann war es für Dich klar, dass Du zur Meisterschaft gehst?

Jescher: Ursprünglich eigentlich nicht. Viele Leute hatten mich schon angesprochen, aber ich habe das Ganze nie so wirklich Ernst genommen. Da das mit der Zeit aber zunahm und ich auch viel mit meiner Vereinsgründung beschäftigt war, kam mir in den Sinn, dass so eine Teilnahme oder gar der Titel ein gutes Plus für meinen Bekanntheitsgrad darstellen könnte.

Ich habe also meine Anmeldung in Gottes Hand gelegt und das Ganze formlos abgeschickt. Ich habe dann darauf keine Antwort bekommen und die Anmeldefrist verstreichen lassen.

Raised 79 2003 what’s the interest rate clean up your own apotheek blog in the last online. Heel wat opties en methoden van penis die echt kan werken.

2 Tage später bekam ich einen Anruf, dass die GNBF im Moment zu überfordert sei mit der ganzen Organisation des Wettkampfes, dass keine Zeit bestünde, um auf ein formlosen Schreiben zu reagieren. Nachdem ich dann erklärt hatte, dass es sich hierbei um meine Anmeldung handeln würde, bekam ich weitere 2 Tage später noch einen Anruf, dass ich für den Wettkampf zugelassen sei. Ich hatte dann geschlagene 3 Tage Zeit mich vorzubereiten (lacht).

 

jescher-bodyIch betete also erneut, dass wenn ich jetzt schon angenommen worden sei, dass da auch was Gutes draus wird. Ich habe also versucht, innerhalb von 2 Tagen das Posing vor meiner Schwester zu üben, da ich dass vorher noch nie gemacht hatte. Es stellte sich raus, dass das Ganze viel schwieriger war, als ich mir eingangs vorstellte. Innerlich stellte ich mich darauf ein, keine wirklichen Ambitionen auf ein positives Abschneiden zu haben. Dies führte dazu, dass ich die Sache schon nicht so Ernst nahm. Als ich dann auf dem Wettkampf ankam, bestätigte sich mein Gefühl wie schlecht ich vorbereitet war. Alle futterten fleißig Reiswaffeln, nur ich anderes Zeug (lacht). Da ich natürlich auch nicht an die übliche Bodybuilding Farbe gedacht habe, konnte ich mir nur mit normaler Bodylotion helfen. Hierbei half mir schließlich mein dunkler Hautton, dass es auf der Bühne kaum auffiel (lacht).

Nach und nach ging es dann in die verschiedenen Bewertungsdurchläufe. Da ich immer als Letztes startete, dachte ich bereits frühzeitig, dass ich raus sei. Gott sei Dank ertönte aber meine Nummer 74 immer – so dann auch im Finale – ich konnte es einfach nicht fassen, dass ich tatsächlich gewonnen hatte!

Simon: Was für eine Story! Da kann man nur gratulieren. Jetzt hast Du genetisch mit Sicherheit gute Voraussetzungen, aber Dein Alltag dürfte schon von knallharter Disziplin geprägt sein. Wie sehen Deine täglichen/wöchentlichen Rituale aus?

Jescher: Also ich arbeite immer von 8 bis 18 Uhr wochentags, weshalb ich leider weniger schlafe als ich will. Dadurch verschiebt sich mein Essensrhythmus immer in meine Arbeit rein. Meine Eltern haben mich zum Glück so erzogen, dass ich immer mehr Bock auf ein Wurstbrot habe, als auf Schokolade (lacht). Zusätzlich habe ich den körperlichen Vorteil, dass ich nicht so schnell Fett ansetze. Am Wochenende natürlich Freunde treffen und auch mal feiern gehen und am Sonntag dann auch in die Kirche.

Simon: Alles klar Jescher, vielen Dank für das Interview. Es hat heute echt einen Heiden Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächste Trainingseinheit!

Bis dahin

Euer Simon und Philip

#bepartofit